Montag, 7. Dezember 2015

Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2. Alles was Sie über die Zuckerkrankheit wissen sollen.



Der im Altertum geprägte Begriff Diabetes mellitus bedeutet ´honigsüßer Durchfluss´. Das ist eine der wichtigsten Krankheiten der Inneren Medizin. Diabetes ist die hauptsächliche Erblindungsursache für Erwachsene und für Niereninsuffizienz. Ungefähr 5% der deutschen Bevölkerung haben Diabetes mellitus, davon sind 90% Typ 2 Diabetiker. Man schätzt, dass über ein Drittel der in Europa lebenden Typ 2 Diabetiker von der Erkrankung nicht wissen.
Das ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der nicht nur der Kohlenhydratstoffwechsel, sondern auch der Fett- und Eiweißstoffwechsel sehr gestört sind. Eine unzureichende Insulinwirkung an die Zellen ist die Ursache dafür. Diese kann entweder durch einen Insulinmangel(Typ 1 Diabetes) oder eine verminderte Ansprechbarkeit der Gewebe auf Insulin (Typ 2 Diabetes) bedingt sein.

Typ 1 Diabetes
Typ 1 Diabetes ist ein immunologisch bedingter Diabetes, eine Autoimmunkrankheit. Das körpereigene Immunsystem richtet sich gegen die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeichldrüße und zerstört diese. Als Folge kommt es zum Ausbleiben der Insulinproduktion. Die Krankheit manifestiert sich oft im Jugendalter.
Insulin ist ein Hormon, das die Aufgabe hat, mit der Nahrung aufgenommenen Zucker aus dem Blut in die Zellen zu bringen. Die Zellen brauchen Zucker zur Energiegewinnung. Wenn kein Insulin da ist, sammelt sich Zucker(Glukose) im Blut und der Blutzuckerspiegel steigt. Das kann auf Dauer viele Organe schädigen.
Das Leben eines Typ 1 Diabetikers ist alles andere als gewöhnlich. Mahlzeiten und Insulintherapie müssen aufeinander abgestimmt und berechnet werden. Die Krankheit hat folgende Komplikationen: Gefahr des Herzinfarktes, Nierenschäden, Augenschäden, periphere Durchblutungsstörung oder diabetische Polyneuropathie.  

Typ 2 Diabetes
Typ 2 Diabetes, ´Altersdiabetes´(ca. 90% de Diabetiker) ist durch eine Resistenz der peripheren Gewebe gegenüber der Wirkung des Insulins charakterisiert. Ein Typ-2-Diabetes entwickelt sich oft erst im fortgeschrittenen Alter bei Patienten und vor allem bei übergewichtigen Patienten. Es können Folgeschäden auftreten wie zum Beispiel Sensibilitätsstörungen, Schmerzen und Lähmungen. Manchmal können die Schmerzen so stark sein, dass das Gewicht der Bettdecke unerträglich ist. Durch die Sensibilitätsstörungen kann der Patient kleine Wunden am Fuß nicht merken. Wegen der diabetischen Angiopathie ist die Wundheilung gestört und die Wunden können sich leicht infizieren, was zu einer diabetischen Gangrän führen kann. Die Therapie ist die Amputation des Fußes.

Allgemeinsymptome
Typisch sind Müdigkeit, Leistungsschwäche, Gewichtsabnahme.

Schwangerschaftsdiabetes(Gestationsdiabetes)
Das ist Diabetes, der zum ersten Mal in der Schwangerschaft auftritt. Der Gestationsdiabetes zählt insgesamt zu den häufigsten schwangerschaftsbegleitenden Erkrankungen. Risikofaktoren sind Übergewicht, Diabetes mellitus Typ 2 in der Familie, Schwangerschaftsdiabetes währen einer früheren Schwangerschaft und eine exzessive Gewichtszunahme in der Schwangerschaft.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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